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Last update: 2012.02.03, 16:19
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Uni lehrt Kindern das Schlafen

Der FWF unterstützt eine Studie der Paris-Lodron-Universität in Salzburg, welche die Schlafqualität bei Kindern durch gezielte Trainings verbessern soll. Im Anschluss wird der Wert eines gesunden Schlafes auf die Leistungsfähigkeit der Schüler getestet.


Neurofeedback-Training für besseren Schlaf © Georg Bruckschlögl

60 Kinder im Alter von acht bis elf Jahren nehmen an der Studie teil. Eine Gruppe erhält dabei ein standardisiertes Schlafedukationstraining und der zweite Teil lernt mittels Neurofeedback-Training den optimalen Zustand für entspannten Schlaf im Gehirn bewusst herzustellen. Dabei werden Signale im Hirn mit Sensoren gemessen und zeitgleich ausgewertet. Auf dem Computer können die Kinder dann ablesen, ob sich ihre Gehirnaktivität im idealen Frequenzbereich für Entspannung befindet und lernen so, die Gehirnaktivität aktiv zu steuern.

Vor und nach diesen Maßnahmen werden mittels bestimmter Tests Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Schulleistungen überprüft. Die Forscher erwarten sich dabei auch Erkenntnisse über die offene Frage, welche Funktionen der Schlaf bei Lebewesen genau erfüllt. Bisher ist nur bekannt, dass Schlafentzug und Schlafstörungen zu unterschiedlichen physischen und psychischen Problemen führen.

Kerstin Hödlmoser, Mitarbeiterin des Projekts, hat bereits bei einer Untersuchung von 330 Volksschülern die Relevanz des Problems aufgezeigt. Demnach können viele Kinder abends nicht einschlafen, morgens nicht aufstehen und bewegen sich viel im Schlaf. Fernsehen und Computerspielen vor dem Schlafengehen führen zu schlechten Träumen.

Eine ähnliche Studie mit Schlaftrainings und Leistungsüberprüfungen führte bei Erwachsenen bereits zu sehr eindeutigen Ergebnissen. Nun sollen diese Fragen bei Kindern untersucht werden.

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