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Mittwoch, 2. Juni 2010, 22:23
Industrieller Gassensor geht in Serie
Das niederösterreichische Unternehmen Gunytronic hat einen Sensor zur Messung von Gasströmungen unter widrigen Bedingungen entwickelt. Die Serienproduktion macht diese Technologie nun für einen breiten Markt verfügbar.
Die Geschäftsführer von Gunytronic, Gerald Rauecker und Günter Weilguny, gehen den Schritt von der Prototypen- in die Serienfertigung. © Gunytronic Gasflow Sensoric Systems GmbH Der Sensor misst Geschwindigkeit, Richtung, Turbulenzgrad und Temperatur berührungslos, schnell und ohne in das Gas hineinzuragen. Zu diesem Zweck wurde von Gunytronic ein Messverfahren mittels Ionisierung entwickelt und patentiert. Das Messprinzip zielt auf Gasströmungen in industriellen Anwendungen ab, wo extreme Bedingungen herrschen können: Temperaturen bis zu 600 Grad Celsius, Schmutzpartikel, wechselnde Druckzustände, aggressive Gase. Der nun erfolgte Schritt in die Serienfertigung wurde durch Risikokapital von Tecnet, der Technologiefinanzierungsgesellschaft des Landes Niederösterreich, finanziert. Anwendungen in der Automobil- und Luftfahrt-Industrie Die exakte Messung von Gasströmungen kann zur Anlagensicherheit und zur Optimierung des Energieverbrauchs beitragen. So lässt sich z. B. in der Automobilindustrie bei einem Verbrennungsmotor die notwendige Einspritzmenge an Treibstoff exakt im Voraus berechnen. Dazu wird die Ansaugluft je Zylinder ohne Strömungsbeeinflussung und in Echtzeit gemessen. Auch um Produktionsprozesse in der Industrie optimal und energiesparend zu betreiben, ist es erforderlich, die genaue Luft- oder Gasmenge zu kennen. Die Messung von Strömungen kommt aber auch in der Luftfahrt zum Einsatz. An der Außenhaut von Flugzeugen kann der Sensor gefährliche Wirbel auf den Tragflächen messen. Der großen Nachfrage trägt das Unternehmen nun Rechnung, indem es seine Technologie vom Prototypen-Stadium in die Serienfertigung überführt. Mit der Entwicklung des Spezialsensors verschaffte sich Gunytronic Chancen in einem sehr großen Markt, wie Doris Agneter, Vorstand von Tecnet, bemerkt: „Wir sind schon in der Entwicklungsphase mit Risikokapital eingestiegen, sodass sich Gunytronic ganz auf die Prototypen-Herstellung für Kunden konzentrieren konnte. Wir haben mitverfolgt, wie sich die Technologie bewährt. Da freut es uns, dabei zu sein, wenn dieses innovative Unternehmen nun den Sprung zur Serienfertigung macht.“ |
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