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Last update: 2012.02.03, 16:19
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Kleidung produziert Strom für integrierte Elektronik

Ein Forschungsprojekt an der Fakultät für Elektronik und Informatik der University of Southampton beschäftigt sich mit piezoelektrischen Materialien, die zum Druck auf Textilien geeignet sind. Auf diese Weise könnten Kleidungsstücke bald Strom produzieren.


Eine Forschergruppe um Steve Beeby beschäftigt sich mit piezoelektrischen Aufdrucken auf Textilien. © Andy Vowles

Projektleiter Steve Beeby spricht von dünnen Filmen, die für den Träger nicht spürbarer sein sollen als eine übliche Musterung mit Druckfarben. Das Bedrucken mit dem Elektronikmaterial stellt derzeit aber noch eine größere Herausforderung dar. Dennoch hofft der Forscher, dass die Technologie bis 2015 marktreif ist.

Kleidung bald intelligenter als ihre Träger?
Piezoelektrische Materialien sind ein gängiger Ansatz, um aus der alltäglichen Bewegung eines Menschen Strom zu gewinnen, beispielsweise in stromerzeugenden Schuhen. Das von Beeby geleitete Projekt zielt nun darauf ab, dieses Prinzip direkt in die Kleidung zu integrieren. Dazu will das Team ein geeignetes Material direkt auf Stoffe drucken, ähnlich wie Farben für Dekorationen auf der Kleidung. Da eine großflächige Anwendung denkbar ist, kann so relativ viel Strom erzeugt werden.

Smartphones und andere Gadgets per Kleidung zu betreiben ist zwar denkbar, aber nicht das Hauptziel des Projekts. „Die Technologie könnte direkt ins Gewebe integrierte Elektronik mit Strom versorgen. Das wäre die Energiequelle für wirklich integrierte intelligente Kleidung, die ohne externe Batterien und Kabel auskommt", betont Beeby. Die denkbaren Anwendungsgebiete sind so vielseitig wie die Konzepte für tragbare Elektronik. Sie reichen von Datenhandschuhen über intelligente Schutzkleidung bis hin zu Gewand, das Gesundheitsdaten des Trägers überwacht.

Quelle: Pressetext Austria

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