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Mittwoch, 25. August 2010, 09:58
Elektronikschrott als Rohstoffquelle
Auf der Fachmesse IFAT werden neuen Entwicklungen zum Recycling von Rohstoffen aus Elektronikschrott gezeigt. Für einige seltene und teure Metalle ist diese Form der Gewinnung wirtschaftlich besonders interessant.
Nicht nur für Batterien interessant: Das Recycling von Elektronikschrott kann wertvolle Rohstoffe erschließen. ©IFAT/AlexSchelbert.de 60 verschiedene Rohstoffe würden in einem Mobiltelefon stecken und in 41 Handys die gleiche Menge an Gold enthalten sein wie in einer Tonne Golderz, verlautbarte dieser Tage eine Aussendung der Wasser- und Abfallwirtschaftsmesse IFAT. Elektronikschrott als Rohstoffquelle zu erschließen, ist eines der Themen, die im Mittelpunkt des Branchenevents stehen, das von 13. bis 17. September in München stattfindet. Gold, Kobalt, Gallium Großes Interesse herrscht an der Rückgewinnung teurer Metalle wie Gold, Silber, Kupfer, Palladium oder Kobalt. Allein der in Computern pro Jahr verbaute Wert an diesen Rohstoffen wird auf 2,7 Milliarden Euro geschätzt. Bei besonders seltenen Materialien ist Recycling die wirtschaftlichste Methode der Gewinnung. Ein Beispiel dafür ist das Element Gallium. Der Bedarf an diesem Halbmetall, das in LED-Leuchten, Mikrochips und in der Dünnschicht-Photovoltaik Verwendung findet, wird sich einer aktuellen Prognose zufolge bis zum Jahr 2030 versechsfachen. Gallium ist ein sehr seltenes Element, die Gewinnung aus seinen Verbindungen aufwendig und teuer. Das Recycling von Gallium benötigt dagegen nur einen Bruchteil der Energie, die für Abbau und Verhüttung notwendig wären und ist noch dazu kostengünstiger. Einige Technologieführer vertreten Einige der auf der IFAT vertretenen Unternehmen haben sich auf Recycling von Materialien aus Elektronikschrott spezialisiert. So hat das baden-württembergische Unternehmen Mewa Recycling erst heuer eine Recyclinganlage im englischen St. Helens in Betrieb genommen, die bis zu 40.000 Tonnen Elektroschrott im Jahr verarbeiten kann. Die mittelständische Hamos GmbH aus dem oberbayerischen Penzberg ist Anbieter von Separationsanlagen für das Elektronik-Recycling. Die von Hamos entwickelten Anlagen sind in der Lage, gebrauchte Leiterplatten aus Computern, Laptops oder Handys automatisch zu hochwertigen, sortenreinen Metallen weiter zu verarbeiten. |
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