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Freitag, 29. Jänner 2010, 17:32
Bayer: Weltweit größte Anlage für Kohlenstoff-Nanoröhrchen eröffnet
Bei der Pilotanlage mit einer Kapazität von 200 Jahrestonnen hat sich Bayer Material Science als Standort für den Chempark in Leverkusen entschieden. 22 Millionen Euro wurden in Planung, Entwicklung und Bau investiert.
Leverkusen als Standort für eine zukunftsträchtige Branche © Bayer Mit hervorragender Infrastruktur, einer guten Anbindung an die Rohstoff- und Energieversorgung, einer ausgereiften Entsorgungstechnologie und schließlich kompetentem Fachpersonal begründet Steffen Kühling von Bayer Material Sciences die Wahl des deutschen Standorts. Mittelfristig sollen in Deutschland im Bereich der Nanotechnologie 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nanotubes werden ein jährliches Wachstum von 25 Prozent und ein Marktvolumen von 1,4 Milliarden Euro in zwei Jahren prognostiziert. So genannte Carbon Nanotubes (CNTs) werden in einem Reaktor bei hoher Temperatur durch ein katalytisches Verfahren aus Ethylen hergestellt. Sie werden zum Beispiel in Lacken eingesetzt. In Schiffsanstrichen sorgen sie für hohe Abriebfestigkeit bei gleichzeitiger Reduzierung des Strömungswiderstandes. CNTs werden auch bei Rotorblättern von Windmühlen und Sportartikeln wie Skiern, Hockey-Schlägern und Surfbrettern verwendet. Energieversorgung und –speicherung, Informationstechnologie, intelligente Oberflächen sowie medizinische Diagnose und Therapie sind weitere Anwendungsgebiete. |
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